Gesamtschulen ausbauen
Im Kreistag am 17.12.2008 wurde der Antrag von Grüne/ FWO über eine Machbarkeitsstudie für den Ausbau der Regine – Hildebrandtschule mit einem Schwimm/Therapiebecken das mindestens den jetzigen Standard gewährleistet mit der Mehrheit der Stimmen aus SPD und CDU abgelehnt.
Die Begründung der Ablehnung basiert auf den von Landrat Schröter vorgestellten Schülerzahlen, die das Aufkommen im Mikroterritorium 3 darstellten.
Ausgang sind die jetzigen Schüler der 6.Klasse.
Bis zum Jahr 2016/17 wird mit einer jährlichen Übergangsquote von 45 % in die Gymnasien gerechnet.
Dann wird die Schule in Mühlenbeck herangezogen, perspektivisch mit 6 Zügen um an diesem Standort eine 3 zügige gymnasiale Oberstufe zu gewährleisten.
Das sind gesicherte Datenlagen. Dann aber wird die Oberschule Borgsdorf mit 56 Schülern berechnet und der Rest geht zur RHS nach Birkenwerder. Mathematisch betrachtet, gibt es dann keinen Ausbaubedarf in Birkenwerder.
Diese gesicherte Basis hat nur 2 erhebliche Risiken.
- Die Oberschule in Borgsdorf ist nicht in Kreisträgerschaft. Um dort einen halbwegs qualifizierten Unterricht zu ermöglichen ist ein Ausbau der Räume erforderlich. Diese Investitionen muss die Stadt Hohen Neuendorf aufbringen. Aber dann muss Borgsdorf immer noch konkurrieren gegen 2 wesentlich attraktiver Gesamtschulen mit Ganztagsbetreuung und gymnasialer Oberschule.
Der Kreis verlässt sich also bei seiner Schulplanung, und dem Verzicht auf einen Ausbau in Birkenwerder auf die Kommune ohne in irgendeiner Weise diesen Entscheidungsprozess beeinflussen zu können.
- Die Rechnung berücksichtigt in keiner Weise die Realitäten des Eltern und Schülerwillens. Nicht die Borgsdorfer Schule wird zuerst angewählt, sondern die Regine –Hildebrandt- Schule. An diesem Verhalten wird auch ein Ausbau in Borgsdorf nichts ändern können.
Die Fraktion Grüne /FWO hält eine Kapazitätserweiterung in Birkenwerder, die die jetzige Unterichtsqualität für alle Schüler dieser Schule sichert, nach wie vor für dringend geboten.
Die Kommunalpolitiker von SPD und CDU im Mühlenbecker Land haben Mut bewiesen. Sie haben sich gegen die Landespolitik ihrer eigenen Parteien gestellt und das Prinzip der Oberschule als gescheitert erklärt. Das Beispiel einer gut funktionierenden Gesamtschule konnten sie seit Jahren in Birkenwerder beobachten.
Wir sind davon überzeugt, dass auch die Abgeordneten im Kreistag diese Argumente nachvollziehen werden können und die Zukunft in Gesamtschulen sehen werden, für alle Kinder des Landkreises, nicht nur in Mühlenbeck.
Wir werden diesen Erkenntnisgewinn mit allen Mitteln fördern und wissen uns dabei von vielen Eltern; Schülern, Lehrern und Entscheidungsträgern unterstützt.
Die einzige Investition die keiner Inflation oder Krise zum Opfer fallen wird, ist die Bildung unserer Kinder. Ihr Wissen ist unser Kapital und unsere Zukunft.
Wir brauchen solche mutigen, engagierten und wissenshungrigen Kinder wie Oliver Goldmann und die Kinder der Regine Hildebrandt Schule. Landesweit.




