19.09.2018

Kommunale Galerie in Birkenwerder

Ein Fußballer ohne Bolzplatz, ist wie ein Künstler ohne Ausstellungsraum

Im Juli 2018 haben in Birkenwerder und Hohen-Neuendorf insgesamt über 700 Bürger mit ihrer Unterschrift den Wunsch bekräftigt, dass diese Gemeinden den regionalen bildenden Künstlern eine dauerhafte Ausstellungsfläche bereit stellen sollen.

Bislang sind die Künstler gezwungen, ihre Werke in Sparkassenräumen, in Apotheken oder in Ladengeschäften auszustellen. Kunstinteressierte finden selten den Weg in diese Räume und verkaufen lässt sich in dieser Atmosphäre so gut wie nie etwas. Haben die Künstler ausnahmsweise Glück, dürfen sie ihre Werke in der Klostergalerie Zehdenick oder der städtischen Galerie Bernau der Öffentlichkeit präsentieren. Das sichere Verpacken, der Transport und eine ansprechende Präsentation der Werke kostet viel Zeit und Kraft und gelegentlich auch Geld für die Anmietung der Räumlichkeiten. „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ ( K. Valentin)

In Hohen-Neuendorf gibt es eine Initiative zum Kulturbahnhof (KuBa), dem ehemaligen S-Bahngebäude, das die Stadt gekauft hat. Es soll nach dem geplanten Umbau für viele kulturelle Zwecke genutzt werden. Diese Initiative wünscht sich dort auch die Schaffung von Galerieräumen, die bislang nicht vorgesehen sind.

Wann und wie das Projekt KuBa realisiert wird, ist eine offene Frage.

In Birkenwerder gäbe es schon jetzt passende Räumlichkeiten.

Es gibt ein kaum genutztes von außen renoviertes Gebäude im Rathausinnenhof mit ockergelbem Anstrich

Einmal jährlich zum Weihnachtsmarkt lebt dieses Gebäude auf, um danach wieder in den Tiefschlaf zu fallen und als Abstellkammer zu dienen.

Hier geeignete Räume im Sinne einer kommunale Galerie einzurichten, würde Birkenwerder ein Stück weit attraktiver machen.

Die erforderlichen baulichen Maßnahmen kann die Gemeinde leicht stemmen.

Der von der Gemeinde angedachte Kauf des S-Bahnhofes Birkenwerder hat sich in Luft aufgelöst, er steht schlichtweg nicht zum Verkauf.

Aktuell gibt es Gerüchte, dass das Kaffeehaus Birkenwerder verkauft werden soll.

Das Gebäude in zentraler Lage bietet Platz für zahlreiche kulturelle Einrichtungen.

Weitere Optionen für Ausstellungsräume bietet das alte „Wasserwerk“ hinter dem EMB Gelände

an der B 96.

Hat die Gemeinde den Mut, über den Erwerb oder die Nutzungsmöglichkeiten zu diskutieren?

Das könnte eine spannende Debatte auslösen.

Der Erfolg des Straßenfestes am Skulpturenboulevard in Birkenwerder beweist das große Interesse der Bevölkerung an kulturellen Ereignissen.

Bündnis90/Die Grünen in Birkenwerder unterstützen auf jeden Fall den Wunsch der Bürger, den bildenden Künstlern aus unserer Region geeignete Räume zu verschaffen.



Rolf Kaiser

1. September 2018

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