17.01.2019

Viele anregende Ideen - Bei ihrem dritten Bürgerforum informierten die Oranienburger Grünen über „Stadtentwicklung und Umwelt“

Oranienburg, den 16.1.2019 – Oranienburg wächst. Das bringt große Chancen für die künftige Stadtentwicklung, aber auch große Herausforderungen mit sich. Wie die Stadt diesen Herausforderungen begegnen könnte, das sollte beim Bürgerforum der Oranienburger Grünen diskutiert werden. „Stadtentwicklung und Umwelt“ war das Thema am Dienstagabend, fast dreißig Bürgerinnen und Bürger waren ins Regine-Hildebrandt-Haus gekommen, um die vier Vorträge zu hören und Ideen auszutauschen.

Das Bürgerforum war – nach den Themen „Mobilität“ im Oktober und „Familie“ im November – das dritte und letzte, das der Oranienburger Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen organisiert hat, um Vorschläge und Anregungen – vor allem auch aus der Bevölkerung – zu sammeln, die in das Programm für die kommende Kommunalwahl einfließen sollen.

Den Anfang machte Christian Kielczynski. Der Leiter des Planungsamtes der Stadt berichtete nach einer kurzen, allgemeinen Einführung in die Stadtplanung, wie sich Oranienburg seit der Wiedervereinigung entwickelt hat, welche Projekte im Moment gestemmt werden und welche großen Aufgaben das Mittelzentrum in der Zukunft noch bewältigen muss. Kielczynski wies wiederholt auf das besondere Gewicht und die Einflussmöglichkeiten der Stadtverordneten bei der Planung und Gestaltung der Stadt hin.

Ebenfalls in der Stadtverwaltung beschäftigt ist Susanne Zamecki. Sie ist für die Wirtschaftsförderung in Oranienburg zuständig und berichtete vornehmlich von den Bemühungen, die Innenstadt weiter zu beleben und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Für die Belebung der Innenstadt, da waren sich die Anwesenden einig, müsste ein gelungenes Zusammenspiel aus Verkehrsberuhigung, aber auch Parkplätzen mit Magnetbetrieb und Gastronomie hergestellt werden.

Nach einer kurzen Pause, in der am Buffet bereits angeregt diskutiert wurde, berichtete Malte Reimer aus seiner beruflichen Praxis. Der Architekt, der sein Atelier im Oranienwerk hat, erzählte, mit welchen baulichen Mitteln und neuen architektonischen Ideen heutzutage Städte weiter entwickelt werden. Die Verwendung organischer Baustoffe und der Einsatz moderner Holzbautechniken sorgt für Nachhaltigkeit, die Planung gemeinsam genutzter Lebensräume sorgt für lebenswerte Wohnsiedlungen.

Zum Abschluss referierte Birgit Kodian über die lokale Agenda 21, deren Sprecherin sie seit 2013 ist. Für die Diplom-Ingenieurin für Energieeffizienz ist die größte Zukunftsaufgabe, wie der Klimawandel bewältigt werden kann. Den hat Oranienburg im vergangenen Sommer besonders zu spüren bekommen. Um künftig drohenden extremen Wetterlagen wie Unwetter und Dürren begegnen zu können, erklärte Kodian, muss bei der weiteren Verdichtung der Stadt mit Wohnraum unbedingt an die Erhaltung und Schaffung von weiteren Grüngürteln gedacht werden. Bei künftigen Baumaßnahmen sollten deshalb vermehrt begrünte Dächer und vertikale Gärten eingeplant werden. Auch Havelaltarme sollten reaktiviert werden, sogar eine innerstädtische Badestelle, so Kodian, könnte dabei womöglich neu entstehen.

Dieser letzte Beitrag rundete den Abend inhaltlich ab, weil er noch einmal ausdrücklich darauf hinwies, was im Zentrum einer nachhaltigen Stadtplanung stehen muss: Eine grüne und lebenswerte Stadt und Kulturlandschaft am Wasser zu erhalten. Das Fazit des informativen Abends: Es gibt viel zu tun in Oranienburg, aber auch viele gute Ideen, die Probleme, die eine wachsende Stadt unweigerlich aufwirft, zu bewältigen. Viele der Gedanken und Konzepte, die bei diesem und den anderen beiden Bürgerforen zur Sprache kamen, dürften sich im Wahlprogramm der Grünen wiederfinden.

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